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Ausstellungen

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BYOB/Düsseldorf

Videofilme von mir und anderen im NRW Forum Düsseldorf am 20.1.12 ab 17h

http://www.byobworldwide.com/tagged/duesseldorf

Urbane Räume

Hallo Leute,

ich lade Euch zur Eröffnung der Ausstellung ‘Urbane Räume’ nächsten Freitag um 19h ein, alle weiteren Infos finder Ihr auf dem Plakat.

Bis Freitag, Kay

Link zum Ort: http://g.co/maps/bd8m

Vortrag, Diskussion und Bildpräsentation
5. August 2010, 19 Uhr

Stadtplanung und Architektur sind die wesentlichen Gestaltungsinstrumente des städtischen Raumgefüges und bestimmen die innere Wahrnehmung des Stadtraums. Die äußere Wahrnehmung, das Stadtimage, wird entscheidend durch Fotografie und Film geprägt. Wie unterschiedliche politische, ökonomische oder dokumentarische Positionen vielfältige und völlig divergente Stadtimages erzeugen können, untersucht der Düsseldorfer Kay Röhlen seit mehreren Jahren mit seiner dokumentarischen Stadtraumfotografie.

Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist DAZZLEDORF, die flächendeckende Abbildung der Düsseldorfer Stadtlandschaft der Gegenwart mit den Mitteln der demokratischen Fotografie. Dazzledorf umfasst derzeit etwa 1200 Fachkamera-Aufnahmen mit Fokus auf Bauten der Moderne, Stadtumbauten der Nachkriegszeit und Bauten des Verkehrs. In anderen Serien erforscht Röhlen differenzierte Herangehensweisen an die Wahrnehmung von Stadträumen und hinterfragt Aussagekraft und dokumentarischen Wert von Stadtraumfotografien. In jüngster Zeit dehnt Röhlen sein Arbeitsfeld auf andere Städte, insbesondere Rotterdam, aus.

Im Vortrag am 05.08. stellt Röhlen zwei sehr unterschiedliche Konzepte seiner Stadtraumfotografie vergleichend vor. Im Anschluss Diskussion bei Wein und Snacks.

Statt einer begleitenden herkömmlichen Ausstellung werden wir einen zahlreichen Meter langen Endlos-Print mit Fotos unterschiedlicher Serien an die Wände des Projektraums montieren. Besucher haben die Möglichkeit, die Papierbahn zu zerschneiden und sich einzelne Fotos anzueignen. Die Ausstellung endet spätestens, wenn alle Fotos einen neuen Eigner gefunden haben.

Der Projektraum Fotografie ist eine Initiative von Haiko Hebig, Gerhard Kurtz und Daniel Sadrowski.

Projektraum Fotografie

Huckarder Straße 8-12
44147 Dortmund

Telefon 0231 58 96 253

Einladungskarte (PDF)

Städte der Welt - Frühe Farbfotografien aus dem Musée Albert-Kahn im Dialog mit der Fotografischen Sammlung

Roger Dumas: Marktszene, Tokio, Japan, 1926.

Roger Dumas: Marktszene, Tokio, Japan, 1926.

Der Elsässer Albert Kahn schuf zwischen 1909 und 1931 ein Monument der Weltkultur. Er beauftragte Fotografen mit der Dokumentation des Lebens in Gesellschaften auf dem ganzen Erdball, ob in Marokko, Schweden oder auch in der Mongolei. Es entstanden seine 72.000 Aufnahmen umfassenden einzigartigen “Archive des Planeten”. Sie gehören zu den ersten Farbfotografien.
Das Stadtmuseum Düsseldorf widmet als erstes deutsches Museum dieser einzigartigen Sammlung eine Ausstellung mit einer Auswahl von Aufnahmen städtischen Lebens. Ergänzt wird diese globale Perspektive durch historische Düsseldorfansichten aus der Fotografischen Sammlung.

Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf

Städte der Welt: 29.05.2010 - 05.09.2010
Öffnungszeiten: Di - So 11:00 - 18:00h

Stahl Ansichten

Stahl Ansichten von Bernd Langmack

Nach nur einem Jahr veröffentlicht Bernd Langmack mit STAHL Ansichten seinen zweiten umfangreichen Fotoband über das Ruhrgebiet. Seine Perspektive hat sich gewandelt: der unspezifische Blick des ersten Buchs RUHR Ansichten auf die Stadtlandschaft des Ruhrgebiets fokussiert nun in STAHL Ansichten auf die Maschinenlandschaften der stahlverarbeitenden Industrie. Und so wie sich im Ruhrgebiet die zerklüftete Stadtlandschaft und die Großanlagen der Montanindustrie gegenseitig bedingen und bestätigen, so wird auch erst über beide Bücher Langmacks ein ziemlich umfassendes Bild des Ruhrgebiets vermittelt.

Wobei mir persönlich STAHL Ansichten besser gefällt. Formal und ästhetisch unterscheiden sich die Fotos beider Bücher nicht, Bernd Langmack setzt gekonnt die bewährte Bildsprache der “New Topographics” ein, allerdings gewährt er dem Betrachter in Stahl Ansichten Einblicke in die weitgehend unbekannte Maschinenwelt der Stahlhütten, wohingegen RUHR Ansichten Bilder des auch mir gut bekannten öffentlichen Raums des Ruhrgebiets zeigt.

Mit STAHL Ansichten klärt Bernd Langmack im Kulturhauptstadtjahr 2010 die von unspezifischen Massenveranstaltungen verschwommene Sicht auf das Ruhrgebiet und gewährt Einblicke in das aller Pleitgenrufe* zum Trotz immer noch kräftig schlagende Stahlherz des Potts. Ein schöner und wichtiger Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr 2010 eines Kulturschaffenden direkt aus dem Ruhrgebiet und nicht eine dieser kurzlebigen und bezugslosen Kunstaktionen oder Events der üblichen Profikreativen aus Berlin, Düsseldorf oder Tokiorama, die leider das Hauptprogramm des Kulturhauptstadtjahres überfüllen und wahrscheinlich über 99% der Kulturfördermittel einkassieren.

* Bei der Programmvorstellung zum Kulturhauptstadtjahr 2010 sagte Geschäftsführer Fritz Pleitgen: „Wir wollen neue Bilder gegen das alte, standortschädigende Image setzen.”

 

STAHL Ansichten
128 Seiten, ca. 75 Abb., Fadenheftung, Leinen mit Schutzumschlag, Kettler Verlag Bönen
Mit einem Essay von Michael Dückershoff, Kurator Hoesch Museum Dortmund


 

Fotoausstellung Stahl Ansichten:
12. April – 21. Mai 2010, Mo-Do 0730-1530h, Fr 0730h-1230h
Besucherzentrum im ThyssenKrupp Hüttenwerk Duisburg-Bruckhausen,
Kaiser-Wilhelm-Strasse 100, neben Tor 1


 

Links:

Bernd Langmack und seine beiden Bücher über das Ruhrgebiet: www.berndlangmack.de

Fritz Pleitgens Zitat: www.derwesten.de/kultur/ruhr2010/Groenemeyer-schreibt-eine-Hymne-auf-das-Ruhrgebiet-id60883.html

Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, 1974

Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, 1974 © Bernd und Hilla Becher

Bernd und Hilla Becher.
Bergwerke und Hütten – Industrielandschaften

7. Februar bis 2. Mai 2010

Über vierzig Jahre hat das Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher an einer Bestands aufnahme von Gebäuden der Industriearchitektur gearbeitet. Fabrikhallen, Fördertürme, Gasbehälter, Stahlöfen, aber auch Fachwerkhäuser gehören zu den Sujets, die sie in Deutschland, in England, Frankreich, Mitteleuropa und den USA aufgenommen haben.

Sie nennen diese Gebäude ‘Anonyme Skulpturen’, um auf deren eigentlich künstlerische Qualität hinzuweisen, die jedoch im Bewusstsein der zumeist unbekannten Baumeister und der Benutzer keine Rolle spielte. Ihre Fotografie will diese verborgenen skulpturalen Qualitäten verdeutlichen; genauso ist sie historische Dokumentation, mit der eine untergehende Baukultur - viele der fotografierten Gebäude und Anlagen sind heute nicht mehr in Gebrauch oder bereits abgerissen - vor dem Vergessen bewahrt werden soll.

Das Ehepaar Becher hat sich von Beginn an der Industriearchitektur im Ruhrgebiet mit besonderem Interesse gewidmet, namentlich den für diese Region typischen Berg werken und Stahlhütten. Zum ersten Mal wird mit unserer Ausstellung dieser Bereich ihres Schaffens systematisch erschlossen. Namen wie die der Zechen Concordia und Hannibal oder der Gutehoffnungshütte stehen bis heute für die industrielle Geschichte des Ruhrreviers. Dabei konzentriert sich die Ausstellung nicht auf einzelne Gebäude, sondern nimmt die Anlagen als ganze und ihre Situierung innerhalb des Stadt- oder Naturraums in den Blick. Dieser von den Bechers ‘Industrielandschaft’ genannte Bildtypus stellt das Ruhrgebiet in Bezug zu vergleichbaren Komplexen in Deutschland, Europa und den USA. Die für die Geschichte der Region so wichtige Sprache der Industriearchitektur findet hier zu einer gültigen Darstellung.

Zur Ausstellung erscheint in Zusammenarbeit mit dem Verlag Schirmer/Mosel das Buch Bernd und Hilla Becher. Bergwerke und Hütten (188 Seiten, 154 Duotonetafeln, Broschur). Preis im Museum: 36 Euro.

Die Ausstellung ist Teil des von den RuhrKunstMuseen organisierten Projekts Mapping the Region im Programm der Kulturhauptstadt Europas Ruhr.2010.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe und die Kulturstiftung der Sparkasse Bottrop.

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop

Im Stadtgarten 20
46236 Bottrop
Tel.: 02041/29716
Fax: 02041/22578

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag: 11 - 17 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10 - 17 Uhr
Montag geschlossen.

Johannes Bendzulla auf dem Rundgang 2008

Diese Woche ist wieder Rundgang in der Düsseldorfer Kunstakademie.

03.02.2010 - 07.02.2010

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 9.00 bis 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr

Außerdem Mittwoch abend 19h das letzte Konzert von Lederlust in der Aula der Kunstakademie.

weitere Infos:

http://www.kunstakademie-duesseldorf.de/die-akademie/rundgang.html

http://www.myspace.com/lederlust11

M:AI: Architektur im Aufbruch

M:AI: Architektur im Aufbruch

Warum wird die Architektur der 1960er Jahre so heftig diskutiert? Warum spricht bei Gebäuden aus dieser Zeit so oft die Abrissbirne das letzte Wort? Wo liegen die Qualitäten der Architektur dieser Zeit? Welcher Zeitgeist steht hinter der Baukunst dieses Jahrzehnts?

In der Ausstellung „Architektur im Aufbruch. Planen und Bauen in den 1960ern“ befasst sich das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst mit ausgewählten Architekturbeispielen aus dieser Zeit. In der Duisburger Liebfrauenkirche, einem charakteristischen Bau der 60er, geht es um Hintergründe und Zeitströmungen, um das, was Architekten in der Zeit bewegte und um neues architektonisches Selbstverständnis. Die Ausstellung wirft einen differenzierten Blick auf die Architektur der 1960er Jahre und lädt ein, sich mit neuer Offenheit diesem Thema zu nähern: Denn diese Zeit hat noch mehr zu bieten als Beton, Verdichtung und Großform. Architektonisches Schaffen war nach den ersten notwendigen Wiederaufbaumaßnahmen auf dem Weg zu einem eigenen Ausdruck: Fortschrittsglauben, Wirtschaftswunder, eine neue Rolle auf internationalem Parkett waren die Motoren für eine Neupositionierung der Architektur. Die Ausstellung will die Architekturqualität der 60er schwerpunktmäßig an Beispielen aus Nordrhein-Westfalen beleuchten.
Ein umfangreiches Diskussions- und Exkursionsprogramm begleitet die Ausstellung.

* Idee und Gesamtkonzept: Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, M:AI
* Wissenschaftliches Konzept und Beratung: Prof. Dr. Thorsten Scheer, Peter Behrens School of Architecture Düsseldorf
* Ausstellungsarchitektur: Jangled Nerves, Stuttgart
* Projektpartner: Stadt Duisburg, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Stiftung Brennender Dornbusch, Ruhr Universität Bochum, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Stadt Bochum

Vom 23.Oktober bis 29. November 2009 ist die Ausstellung im Foyer des Audimax der Ruhruniversität Bochum zu sehen.

M:AI: Architektur im Aufbruch

Bochum Wattenscheid 2008, © Joachim Schumacher

Joachim Schumachers Serie Reviermiljö war auf der diesjährigen Pixelprojekt-Ausstellung der Neuaufnahmen mein Favorit. Er zeigt uns im Panoramaformat fotografierte Straßenszenerien von Wohngebieten im Ruhrgebiet.

Seine Bilder sind keine effektheischenden Perspektivspielereien, die leider sehr häufig mit diesem Bildformat einher gehen, sondern scheinbar beiläufige, aber immer präzis kadrierte und richtig schön “volle” Bilder, die das städtebauliche Durcheinander des Ruhrgebiets ordnen und lesbar machen.

Einziger Kritikpunkt: die präsentierten Abzüge waren mir zu klein.
Jede noch so unbedeutende, aber leider schwer angesagte Hauseckendesignfotografie wird heutzutage auf quadratmetergroße Museumsformate aufgeblasen, obwohl ein 10×15 cm-Abzug auch gelangt hätte.
Im Gegensatz dazu könnten die detailreichen Panoramaaufnahmen Schumachers auf großformatigeren Abzügen nur gewinnen.

Kay

Reviermiljö auf Pixelprojekt Ruhrgebiet

Flyer RUHR.Ansichten

Seit 20 Jahren dokumentiert der Fotograf Bernd Langmack eindrucksvoll den inneren und äußeren Wandel des Ruhrgebiets. Die mehr als 70 großformatigen Bilder des Essener Fotografen machen die unmittelbare Vorgeschichte der Region sichtbar, die im kommenden Jahr europäische Kulturhauptstadt sein wird.

Konzentrierte Langmack sich in den 1990er Jahren hauptsächlich auf die Dokumentation der damals verbliebenen montanindustriellen Standorte des Ruhrgebiets und deren Dialog mit der umgebenden Landschaft, so hat er sich in der letzten Zeit immer mehr jenen Bereichen des urbanen Lebensraums zugewandt, die er unter dem Begriff Zwischenstadt zusammengefasst sehen will.
Gemeint sind Grenzbereiche und Verzahnungen zwischen dem Wohnen und dem Arbeiten der Menschen, die das Gesicht der Region prägen: Werksmauern und Werkstore, Brücken, Straßen und Lärmschutzwälle, verlassene wie neu genutzte Industrieanlagen, Gewerbegebiete und Parkdecks, Brachen und leere Plätze – aber auch Orte, an denen die Industrie das Leben der Menschen noch beeinflusst, sei es als produzierendes Hüttenwerk oder als Landmarke, die von der Sozial- und Kulturgeschichte der Region Zeugnis ablegt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im KettlerVerlag, Bönen.

Zollverein, Schacht XII, Halle A 2
Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen
www.zollverein.de

28.05.09 - 11.07.09, Vernissage Mittwoch 27.05.09, 19:00h
Di bis Fr 14:00h - 18:00h
Sa, So und an Feiertagen 11:00h - 18:00h

Download Flyer

Download Flyer

Am 23. April um 18 Uhr findet im Wissenschaftspark Gelsenkirchen die Vernissage zur diesjährigen Gruppenausstellung des Pixelprojekt Ruhrgebiet statt.
Vom 23. April bis zum 13. Juni 2009 werden etwa 200 Fotos von über 30 verschiedenen Fotografen zu sehen sein.

Joe Maloney, Pearl River, New York, 1978 Sammlung F.C. Gundlach, Hamburg

maloney, meyerowitz, shore, sternfeld

Mit den Arbeiten der der vier amerikanischen Fotografen Joe Maloney, Joel Meyerowitz, Stephen Shore und Joel Sternfeld präsentiert das Haus der Photographie vier fotografische Positionen, die die New Color Photography der 1970er Jahren nachhaltig geprägt haben. Neben der Tatsache, dass die Künstler die Farbfotografie als legitimes künstlerisches Ausdrucksmittel für sich entdeckten, sorgfältig untersuchten und konsequent anwendeten, ist das Thema dieser Ausstellung gerade im Hinblick auf die Rezeption der hier entwickelten Ästhetik durch zeitgenössische Fotografen aktueller denn je und macht ihre Wiederentdeckung unumgänglich.

Entscheidend für ihre fotografiehistorische Bedeutung ist, dass sich diese Künstler mit dem bewussten Einsatz der Farbe als künstlerischem Ausdrucksmittel im Medium der Fotografie nicht nur über die Behauptung Walker Evans’, die Farbe sei „vulgär“, erfolgreich hinwegsetzten, sondern ihnen gleichzeitig die kritische Abgrenzung von den überlieferten Anwendungsgebieten farbfotografischer Verfahrenstechniken in der Werbe- und Amateurfotografie gelang.

Neben dem Experimentieren und genauen Ausloten der spezifischen gestalterischen Möglichkeiten, die der Gebrauch der Großformatkamera ihnen ermöglichte, besteht eine klar erkennbare gestalterische Strategie in der bewussten Abstufung und Verfeinerung der Farbe, die erst auf diese Weise zum Ausdrucksträger der subjektiven Wahrnehmung des einzelnen Künstlers im Blick auf seine Umgebung werden konnte.

Stephen Shores (*1947 New York) im klassischen Sinne nüchterne wiewohl formalistisch geprägte Position löst urbane Situationen aus ihrer scheinbaren Banalität. Ihm gegenüber finden sich romantisch anmutende Farbfeldkompositionen, die Joel Meyerowitz (*1938 New York) auf Cape Cod in der „blauen Stunde“ für sich entdeckte. Die sensible, narrative Kraft eines Joel Sternfeld (*1944 New York) kommentiert zurückhaltend wiewohl ironisierend sozio-politische Strukturen amerikanischer Landschaft und ihrer Bewohner, während Joe Maloney (*1949 Worcester/ Massachusetts) mit einer bewusst verfremdeten Farbwiedergabe den Realitätsbegriff zugunsten einer surrealen Wahrnehmung irritiert.

Mit den charakteristischen, scheinbar banalen „deadpan views“ lassen die vier Künstler das Umfeld konzeptuell angelegter fotografischer Arbeiten, wie sie seriell arbeitende Künstler wie Ed Ruscha und Dan Graham seit den 1960er Jahren realisierten, weit hinter sich. Mittels einer präzis kalkulierten Bildästhetik entwarfen Maloney, Meyerowitz, Shore und Sternfeld schlagkräftige Alternativen innerhalb der ortsbeschreibenden Fotografie, die von zeitgenössischen Fotografen der jüngeren Generation wie Paul Graham und John Davies aber auch Andreas Gursky und Thomas Struth konsequent weiterentwickelt werden.

Die gezeigten vier Werkgruppen stammen aus der Dauerleihgabe der Sammlung F.C. Gundlach im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg.

Kuratorin: Dr. Sabine Schnakenberg, Sammlungsbetreuung Haus der Photographie

21.11.2008 – 11.01.2009
im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg

Vortrag anläßlich eines Symposions zum 80.ten Geburtstag von Prof. Rolf Lederbogen an der Fakultät für Architektur der Uni Karlsruhe.

Brigida Gonzales, Stuttgart
Lukas Roth, Köln
Kay Röhlen, Düsseldorf

Download kay_roehlen_standpunkte_030608.pdf (3 MByte)

© Plakat: Anja Grunwald